Wie funktioniert die Restschuldversicherung?

Restschuldversicherung FAQ auf TastaturPrinzipiell funktioniert die Restschuldversicherung wie eine Risikolebensversicherung. Diese beiden Versicherungen ähneln sich also. Wer beispielsweise für ein Baudarlehen eine solche Restschuldversicherung über den Darlehensbetrag sowie die Laufzeit abschließt, sichert auf diese Weise die Hinterbliebenen ab. Im Falle des Todes erhalten diese einen Betrag, der es ermöglicht das Darlehen vollständig zurückzuzahlen. Falls der Todesfall nicht eintritt, erhält der Versicherte in der Regel keine Auszahlung.

Aus diesem Grund sind die Kosten für eine Restschuldversicherung meistens relativ gering. Darüber hinaus richten sich die Beiträge der Versicherung nach dem Alter, dem Geschlecht sowie dem gesundheitlichen Zustand des Versicherungsnehmers. Des Weiteren ist auch die Höhe des zu versichernden Beitrages maßgeblich für den Jahresbeitrag. Die Kosten für eine Restschuldversicherung bei Männern ist aufgrund der geringeren Lebenserwartung höher, als bei Frauen. Versicherungsnehmer mit Vorerkrankungen müssen mit einen höheren Beitrag rechnen. Darüber hinaus spielt auch die Kredit-Laufzeit eine Rolle Beitragsberechnung.

Die Beiträge für die Restschuldversicherung können je nach Anbieter variieren. Aufgrund dessen ist es jedem Kreditnehmer zu empfehlen, vor Abschluss einer solchen Versicherung die diversen Angebote der verschiedenen Versicherungen zu vergleichen. Es sind große Unterschiede möglich. Bei einem 35 Jährigen, der eine Summe von 100.000 Euro absichern möchte, kann der Unterschied zwischen günstigsten und teuersten Angebot bis zu 2.000 Euro betragen.

Wer eine Restschuldversicherung abschließen möchte, kann zwischen zwei Varianten der Restschuldversicherung wählen. Zum einen gibt es die Restschuldversicherung, die sich jährlich an den Tilgungsplan des Darlehens anpasst. Zum anderen gibt es den linear fallenden Versicherungsschutz. Die erste Variante sichert den Versicherungsnehmer dahingehend ab, dass die Restschuld im Falle seines Ablebens zu 100 Prozent abgedeckt ist. Um diese Variante abschließen zu können, benötigt der Versicherer vor dem Vertragsabschluss den zugrunde liegenden Kreditvertrag. Bei dieser Variante zahlt der Versicherungsnehmer keinen festen Beitrag, denn die Zahlung bleibt flexibel. Die Beiträge sinken parallel mit der abnehmenden Restschuld.

Wer den linear fallenden Versicherungsschutz bevorzugt, sollte wissen, dass die Leistung pro Jahr um einen gleichen Betrag sinkt. Der Versicherungsschutz sinkt jedoch weniger, als es bei der Restschuld der Fall ist. Auf diese Weise können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. Übersteigt das Darlehen einen Betrag von 100.000 Euro, ist es möglich, dass die Hinterbliebenen eine deutlich geringere Versicherungsleistung erhalten, welcher die abzulösende Restschuld kaum decken kann. Der Vorteil der linear fallenden Restschuldversicherung liegt in den preiswerten sowie konstanten Beiträgen, die deutlich geringer sind als bei der ersten Variante.

Der Abschluss der Restschuldversicherung ist für gewöhnlich ohne große Vorbereitungen abschliessbar. Eine Gesundheitsprüfung erfolgt ebenfalls nicht. Jedoch sind Versicherungsfälle in der Regel von der Leistung ausgeschlossen, wenn bei Abschluss bekannte Vorerkrankungen vorlagen. Der Schutz der Restschuldversicherung ist lediglich auf Krankheiten, Arbeitsunfähigkeit oder Todesursachen beschränkt, welche nicht auf bekannte Vorerkrankungen beruhen. Ein weiterer Vorteil der Restschuldversicherung ist die privatrechtliche Absicherung gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit. Diese Absicherung wird von anderen Versicherungen meistens nicht angeboten.